Sportbandagen im Check: Druck, Sichtbarkeit & Sicherheit

Ob beim Umknicken im Urlaub, nach einem Unfall oder einfach aus dem Wunsch nach etwas mehr Sicherheit beim Wandern, Tanzen, Skifahren und anderen Sportarten: Sportbandagen können Gelenke entlasten, stabilisieren und unterstützen, ohne die Bewegung einzuschränken. Besonders gut zu wissen: Die meisten brauchen kein Rezept!

In diesem Artikel erklären wir Ihnen, welche Arten von Bandagen es gibt, wie viel Druck sie ausüben und räumen mit dem Mythos auf, dass Muskeln durch Bandagen faul werden. Klicken Sie einfach auf die Themen unten, die Sie interessieren.

Alles rund um Sportbandagen

Frei verkäuflich, aber keineswegs wirkungslos

Rezeptfreie Sportbandagen stützen und komprimieren das Gelenk. So werden Sehnen und Bänder unterstützt. Besonders nach einer Verletzung lohnt sich das, denn ein Band braucht etwa sechs Wochen, bis es wieder Stabilität erreicht. Doch auch danach kann es sinnvoll sein, die Bandage weiterhin zu tragen, um dem Gelenk bei plötzlicher Belastung oder Drehung Halt zu geben.

Welche Arten von Bandagen gibt es?

Bandagen können zwei unterschiedliche Ziele verfolgen:

  • Steigerung der Stabilität durch Druck auf das Gelenk, das sich jedoch weiterhin ganz normal bewegen soll.
  • Ruhigstellung des Gelenkes, um es in einer Rehabilitations- und Heilungsphase zu unterstützen.

Wir konzentrieren uns in diesem Artikel in erster Linie auf die erstgenannten Bandagen, die ein aktives und bewegliches Leben unterstützen.

Wie viel Druck bietet eine Sportbandage?

Sportbandagen bewegen sich meist im Bereich einer moderaten Kompression. Ein Beispiel: Die Bauerfeind Sports Compression Knee Support wird als „moderate Kompression“ beschrieben, die Kniestrümpfe der „Under Pressure Competition“ haben laut Hersteller 20 bis 22 mmHg mit gradiertem Verlauf. Zum Vergleich: Medizinische Kompressionsstrümpfe werden in Klassen eingeteilt, von mäßig (18 bis 21 mmHg) über mittelkräftig (23 bis 32 mmHg) bis kräftig (34 bis 46 mmHg).

Doch was heißt das im Alltag? Ein Druck von rund 20 mmHg fühlt sich eher wie ein gleichmäßiges, angenehmes Umschließen an, vergleichbar mit einem gut sitzenden Handschuh. Es sollte nichts abschnüren und keine Stelle schmerzen. Der Druck ist übrigens am Knöchel am größten und nimmt zum Knie hin ab.

Gern können Sie bei uns in den Sanitätshäusern in Treuenbrietzen und Jüterbog die Bandage erst einmal ausprobieren. Wir hatten übrigens schon einmal einen Kunden, der bei uns im Laden spontan ein kleines Tänzchen aufs Parkett gelegt hat, um zu prüfen, ob die Bandage ihn beim Walzer beeinträchtigt. Sein Fazit: Kein Problem – und er hat die Bandage gleich gekauft! 😉

Mythos: Die Muskeln werden faul

Ein hartnäckiger Irrglaube besagt, dass die Muskulatur zurückgeht, wenn man eine Bandage trägt. Das Gegenteil stimmt: Mit Bandage bewegt man sich deutlich freier und damit auch häufiger, als wenn man aus Angst besonders vorsichtig ist oder gar nicht mehr in Bewegung kommt. Stellen Sie sich vor, dass Sie mit Pumps einen Berg erklimmen anstatt mit gut geschnürten Wanderschuhen, die ihre Knöchel stärken und schützen. Ihre Bewegungen werden entsprechend unsicherer und verkrampfter sein. Genauso wirkt eine gute Bandage: Sie gibt Ihnen Zuversicht.

Sichtbar oder nicht?

Die meisten Modelle verschwinden unauffällig unter der Kleidung:

  • Knie: Das rundgestrickte Knie-Modell von Sanivita ist ohne störende Naht und unter einer lockeren Hose oder einem weiten Rock nicht zu sehen.
  • Knöchel: Schlank wie eine dicke Socke passt die Sprunggelenkbandage in jeden Schnürschuh. Besonders praktisch: Wenn man sie in heißes Wasser taucht, werden die seitlichen Verstärkungen weich und passen sich somit exakt dem Knöchel an. Nach dem Abkühlen wird die Bandage wieder halb-starr und übt somit die gewünschte Stützfunktion aus. Mit Pumps allerdings sollte man sie nicht kombinieren … 😉
  • Handgelenk: Die Neopren-Ruhebandage von Epitact ist sichtbar, weil sie den Daumen am Gelenk umfasst und kann nur durch sehr lange Ärmel verdeckt werden. Sie ist jedoch sehr angenehm zu tragen, darf auch einmal nass werden und lässt sich über die Klettbänder stufenlos auf jede beliebige Größe einstellen. Die Hauptfunktion dieser Ruhebandage ist weniger das Stützen als das Ruhigstellen des Handgelenks.
  • Sport-Kompressionskniestrümpfe: Das Modell von Bort ist schwarz mit hellgrünen Highlights und für Männer und Frauen gleichermaßen gut geeignet.

Steigerung der Leistungsfähigkeit

Aus eigener Erfahrung und auch durch viele Berichte unserer Kundinnen und Kunden wissen wir, dass Stützstrümpfe und stützende Kniestrümpfe dem Körper beim Blutrücktransport helfen und somit müden Beinen und Erschöpfung vorgebeugt haben.

Eins ist noch wichtig: Nachts sollten unterstützende, enge Bandagen und Kompressionsstrümpfe ausgezogen werden, mit zwei Ausnahmen: Es gibt wie gesagt Bandagen, die ein Gelenk ganz bewusst ruhig stellen, weil es noch verletzt bzw. entzündet ist, und auch wenn Sie grundsätzlich länger bettlägerig sind, können Stützstrümpfe nötig sein. Fragen Sie hierzu jedoch in jedem Fall Ihren Arzt.

Wir freuen uns auf Ihre Fragen und Ihren Besuch!

  • Jüterbog: 03372 / 44 30 140
  • Treuenbrietzen: 033748 / 21 65 65
  • E-Mail: info@vena-aktiv.com
  • Öffnungszeiten: Wir haben Montags bis Freitags von 9 bis 18 Uhr für Sie geöffnet.

Viele weitere praktische Informationen (von Parkplatz über Sitzmöglichkeiten und Klimaanlage) finden Sie hier: So kommt ihr zu uns!

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