Blutdruckmessgeräte: Ihre Fragen, unsere Antworten

Erhöhter Blutdruck ist auch als Hypertonie bekannt. Heute möchten wir Ihnen ein paar Fragen beantworten, die uns in unseren Sanitätshäusern in Jüterbog und Treuenbrietzen am häufigsten gestellt werden.

Wie oft sollten Sie messen? Wie hoch darf Ihr Blutdruck sein? Wie legen Sie die Manschette richtig an – und zahlt die Krankenkasse das Gerät? Klicken Sie einfach auf die Fragen unten, um die Antworten zu lesen.


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Deutsche Hochdruckliga: Blutdruck richtig messen

Zur Information: Im Text verwenden wir die weibliche Form. Männer dürfen sich natürlich ebenfalls angesprochen fühlen.

Häufige Fragen zu Blutdruck und Blutdruckmessgeräten

Messen: wie oft und wie hoch?

Wie oft sollte ich meinen Blutdruck messen?

Wenn Sie sich unwohl fühlen (z. B. zittrig sind oder Kopfschmerzen haben), messen Sie Ihren Blutdruck. Wenn es starke Abweichungen nach oben oder unten gibt, könnten Ihre Symptome u. a. durch den Über- oder Unterdruck verursacht werden.

Bluthochdruck spürt man allerdings oft nicht, deshalb lohnt sich ab und zu eine Kontrolle. Die Deutsche Hochdruckliga rät Menschen mit Bluthochdruck, einmal im Monat eine Woche lang morgens und abends je zweimal hintereinander zu messen und das Ergebnis zu notieren. Zeigen Sie dieses Protokoll dann Ihrer Ärztin. So können Sie erkennen, ob Medikamente benötigt werden bzw. ob sie auch greifen.

Wie hoch sollte mein Blutdruck sein?

Ideal sind Werte unter 120/80, laut aktueller europäischer Leitlinie sogar unter 120/70 mmHg. Misst man zu Hause, spricht man ab 135/85 mmHg von Bluthochdruck. In der Arztpraxis liegt die Grenze bei 140/90 mmHg, weil viele Menschen dort etwas aufgeregt sind und die Werte höher ausfallen.

Im Alter steigt der Blutdruck häufig, da die Gefäße nicht mehr so elastisch sind.

Ursachen und Folgen

Wie bekommt man hohen Blutdruck?

Bei der „primären Hypertonie“ spielen Übergewicht, Bewegungsmangel, Stress, Alkohol, zu viel Salz, erhöhte Cholesterinwerte und Rauchen eine Rolle. Die „sekundäre Hypertonie“ betrifft nur etwa 10 % der Fälle. Ursachen sind hier z. B. hormonelle Erkrankungen sowie Nieren- und Gefäßerkrankungen (Gefäßverkalkung).

Was tun gegen hohen Blutdruck?

Gewichtsabnahme, viel Bewegung (Spazierengehen reicht auch, Sie müssen nicht gleich joggen!), weniger Salz und eine gesunde Ernährung sind immer hilfreich! (Das haben Sie vermutlich schon häufiger gehört, aber es stimmt tatsächlich.) Auch Knoblauch kann bei regelmäßiger Einnahme den Blutdruck leicht senken. Er ersetzt aber keine Medikamente – und könnte bei Ihrer Umgebung schlecht ankommen. 😉

Warum ist hoher Blutdruck auf Dauer problematisch?

Zu hoher Blutdruck strengt den Körper zu sehr an. Das belastet auf Dauer vor allem Herz, Nieren und Gefäße. Bluthochdruck ist außerdem einer der wichtigsten Risikofaktoren für Schlaganfälle.

Warum soll mein Blutdruck nicht zu niedrig sein?

Zu niedriger Blutdruck kann unter anderem Schwindel bis hin zur Ohnmacht verursachen.

Was tun, wenn die Medikamente nicht wirken?

Sprechen Sie unbedingt mit Ihrer Ärztin! Blutdrucksenkende Mittel entfalten ihre volle Wirkung oft erst nach einigen Wochen, weil sich der Körper erst umstellen muss. Setzen Sie Ihre Medikamente bitte nie eigenmächtig ab.

Manschette und richtige Messung

Wie groß muss die Manschette sein?

Standardmanschetten passen für einen Oberarmumfang von 22 bis maximal 42 cm (dies schwankt je nach Modell, Sie können es auf der Verpackung nachlesen). Größere Manschetten (XL) bestellen wir sehr gern für Sie. Für besonders schmale Arme, etwa bei älteren, zarten Menschen, eignet sich auch eine Kindermanschette sehr gut. Passt die Manschette nicht, kann es zu Fehlmessungen kommen, daher ist es wichtig, dass Sie eine passende Manschette wählen.

Wie messe ich am Oberarm richtig?

Messen Sie am unbekleideten Oberarm, rechts oder links. Die Manschette hat in der Regel eine farbige Markierung, die in der Armbeuge über der Schlagader liegen sollte. Legen Sie die Manschette etwa zwei Querfinger oberhalb der Ellenbogenbeuge an. Der Luftschlauch muss nach unten zeigen. Ein bis zwei Finger sollten zwischen Manschette und Arm passen. Die Manschette umschließt den Arm also locker und pumpt sich automatisch auf, sobald Sie das Gerät starten. Legen Sie den Arm entspannt auf dem Tisch ab.

Wie messe ich am Handgelenk richtig?

Legen Sie die Manschette etwa 1 cm vom Handgelenk entfernt auf der Innenseite an, dort wo Sie den Puls fühlen. Stützen Sie den Ellbogen auf dem Tisch ab und heben Sie Handgelenk und Hand entspannt auf Herzhöhe. Machen Sie keine Faust und verkrampfen Sie sich nicht. Da das auf Dauer nicht so einfach ist, geben wir immer einen Tipp mit auf den Weg: Legen Sie Ihre Hand z. B. auf einem Kissen oder Karton in Herzhöhe vor sich ab, sodass Sie den Arm nicht die gesamte Zeit mit Muskelkraft hochhalten müssen.

Was muss ich bei der Messung bedenken?

In den 30 Minuten vor der Messung sollten Sie nicht baden, nicht rauchen, nicht essen, keinen Kaffee trinken und keinen Sport treiben, denn das verfälscht das Ergebnis. Gehen Sie vorher zur Toilette und setzen Sie sich fünf Minuten ruhig hin. Während der Messung bitte nicht sprechen und nicht bewegen. Warten Sie ein bis zwei Minuten, bevor Sie ein zweites Mal messen. Messen Sie immer zur gleichen Zeit, am besten morgens.

Wie setze ich mich am besten hin?

Setzen Sie sich auf einen Stuhl, lehnen Sie sich an und halten Sie den Rücken gerade. Beide Füße stehen flach auf dem Boden, die Beine bitte nicht übereinanderschlagen.

Kosten und Krankenkasse

Zahlt die Krankenkasse das Blutdruckmessgerät?

Das kommt darauf an. Bei medizinisch begründeter Notwendigkeit (z. B. Dialyse oder schwer einstellbarer Blutdruck) bezuschussen manche Krankenkassen das Gerät. Das muss im Einzelfall geklärt werden. Dafür benötigen Sie vorab ein ärztliches Rezept und einen Kostenvoranschlag, den wir gern für Sie erstellen.

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